News: PIA „Private Internet Access“ kündigt deutsche VPN-Standorte auf. Beschlagnahmung der Server.

Der US VPN-Anbieter PIA hat die deutschen Server vom Netz genommen.

Als Grund wir angegeben, dass ein deutscher Gerichtsbeschluss die Server, welche bei der Firma "Leaseweb" stehen und dort betrieben werden die Beschlagnahmung der deutschen VPN-Server angeordnet hatte.

PIA "Private Internet Access" bekräftigt erneut, dass dabei keine Benutzeraktivitäten in Gefahr kommen würden, da diese Daten nicht aufgezeichnet werden.

Natürlich speichert PIA Logfiles!


Was PIA aber etwas verfälscht darstellt an der ganzen Sache ist, dass sie aber sehr wohl die Logindaten sowie die verwenden Benutzer IP-Adressen dort aufzeichnen. Auch wenn PIA immer wieder behauptet, dass Sie keine Logfiles verwenden, so ist dies jedoch technisch gar nicht möglich. PIA begrenzt die Nutzung des eigenen Services für die Kunden auf maximal 5 Geräte zur selben Zeit mit den selben Benutzerzugangsdaten.
Diese Funktion ist nur möglich, wenn die Nutzeraktivitäten (Also das Anmelden an den Servern) gespeichert und abgeglichen werden. Dahingehend verspricht PIA wie die meisten VPN-Anbieter einfach zu viel. Man könnte es auch als bewusste Täuschung auslegen.

Was die Behörden sich erwarten ist daher auch vorhanden!

Aber dessen ungeachtet, muss man sich im Klaren sein, was Behörden die Server beschlagnahmen eigentlich wissen möchten. Sie brauchen nicht zu wissen, was ein bestimmter Anbieter getan hat (Welche Seiten er öffnet usw) denn diese Information "WAS WURDE GETAN" ist ja meistens ohnehin bekannt. Was hierbei herausgefunden werden soll ist lediglich die "echte IP-Adresse" eines Nutzers, welcher zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte IP-Adresse des VPN-Servers genutzt hatte. Und diese Daten werden technisch gesehen auch im Falle von PIA erhoben und gespeichert, weil sonst eben die Tarifgestaltungsmöglichkeit und Einschränkung auf wenige Geräte gar nicht möglich wäre.

Das PIA "Private Internet Access" hier nun zu kalmieren versucht ist zwar verständlich, sollte aber auch mal unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, dass der US-Anbieter laufend solche Übertreibungen formuliert welche nachweislich einfach technisch gar nicht haltbar oder widerlegbar sind.

Es ist daher damit zu rechnen, dass schon sehr bald wieder Abmahnungen wegen Urheberrechtsdelikte auch in die Wohnandressen von PIA "Private Internet Access" Kunden flattern werden.

vavt.de geht da noch einen Schritt weiter und meint, dass PIA dem Druck von US-Behörden ausgewichen wäre.  Einige Indizien belegen auch, dass PIA ja auch in der Vergangenheit Druck von US-Behörden nachgegeben hätte. In jedem Fall übertreibt das Unternehmen bei den Fragen zu den Logfiles laufend in typischer US Manier. Was man oft behauptet wird einfach nur nicht "Aufrichtiger".

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