Test: Warum man SpyOFF "nicht" kaufen sollte!

Mein SpyOFF Testbericht!

SpyOFF ist derzeit in vielen Medien mit Werbung vertreten. Vollmundig verspricht der Anbieter “Anonymität im Internet”


Die Betreiber von SpyOFF sind im Internet bereits bekannt da Sie auch zwei weitere Plattformen betreiben: usenext.nl und save.tv, welche einen ähnliche Werbung und auch Preisstrukturen haben. Erfahrungsberichte zu diesen beiden Onlineservices gibt es zur genüge im Internet. (usenext.nl Erfahrungsbericht)


Weitere wichtige Artikel zu SpyOFF VPN:



Ich habe mich daher aufgemacht um den VPN-Service einem umfangreichen Test zu unterziehen. Worauf ich dabei gekommen bin, hat mich überrascht aber leider nicht positiv! Ich habe einige wirkliche Schwachstellen entdecken können und es ist auch für mich in der nahen Vergangenheit, das erste Mal, das ich von einem VPN-Service unbedingt abrate.

Meine kurze Zusammenfassung aber schon mal im Voraus:

Wer SpyOFF NICHT verwendet ist vermutlich sogar “Sicherer im Internet”, als MIT diesem Service!

SpyOFF Webseite
SpyOFF Webseite und Testbericht mit meinen Erfahrungen

Aber was verspricht SpyOFF seinen Kunden?
Was wird dabei wirklich gehalten?


Die aktuellen Probleme von SpyOFF VPN sind:


  • Bankdaten und auch Kreditkartendaten werden direkt bei SpyOFF auf unbestimmte Zeit gespeichert, eine direkte Verknüpfung dieser Identitätsdaten zu den Benutzeraktivitäten ist damit sehr einfach möglich. “Anonymität ist etwas anderes!”
  • Unklare Datenschutzbestimmungen nach SanMarino und/oder deutschem Recht. Wobei nach deutschem Recht eine eindeutige Identifizierung und Protokollierung der Benutzeraktivitäten durch Behörden eingefordert wird. 
  • Datenweitergabe an Dritte. Zusätzlich werden Daten an Dritte auch laut eigenen AGB überlassen, diese werden aber nicht genannt und es wird die gesamte Haftung für die Datensicherheit dabei ausgeschlossen!
  • Kurzfristig unterbrochene Verbindungen führen dazu, dass mit der echten IP-Adresse weiterhin Daten übertragen werden
  • Netzwerk besteht aus gemieter Serverinfrastruktur, mit möglichen administrativen Zugang durch Dritte, ohne dass diese in den Datenschutzrichtlinien erwähnt werden
  • Der negative DNS Leaktest zeigt, das keine entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen unternommen wurden (Der DNS Leak ist aber schon seit März 2014 bekannt!)
  • Der negative WebRTC Leak Test zeigt ebenfalls die echte IP-Adresse der Benutzer (WebRTC Leak ist bekannt seit Juni 2015)


Aber ich möchte eventuell den ganzen Testbericht veröffentlichen, da man dann auch die anderen Funktionen und auch den Preis direkt mit anderen Anbietern vergleichen kann.



Hinweis/Artikel:

Abzocke oder Vertragsfalle? Usenext.nl Kunden sollen "SpyOFF kostenlos testen"!


Anonymität & Privatsphäre mit SpyOFF

Anonymität soll garantieren, dass Benutzeraktivitäten nicht nachvollziehbar sind und man das Internet mit einer frei gewählten und nicht verfolgbaren Identität nutzen kann. Dazu zählen die Besuche von Webseite ebenso, wie auch die Nutzung von Services wie Filesharing/Torrent usw. Die gesetzliche Lage aber auch der Wissensdurst von Behörden und auch Geheimdiensten wurde in den letzten Jahren auch durch entsprechende Gesetze gedeckt, daher können eigentlich nur Anbieter außerhalb von den USA, Kanada, oder Deutschland einen wirksamen Schutz garantieren. SpyOFF hat eine Firma in SanMarino registriert, jedoch verrechnet es über Deutschland und muss aber auch dem deutschen Recht folge leisten. SanMarino liegt direkt in Italien und kann mangels einer eigenen umfassenden Rechtssituation als “teilautonomer Staat” auch seine Daten mit den italienischen und auch US Behörden teilen.

“Grundsätzlich werden Ihre persönlichen Daten nur zu den beschriebenen Zwecken erhoben, gespeichert, verarbeitet und genutzt. Ist der angestrebte Zweck erfüllt, werden Ihre Daten gelöscht. Eine Löschung erfolgt nur dann nicht, wenn und soweit gesetzliche Vorschriften eine Pflicht zur Speicherung vorschreiben. 
Empfänger, denen die Daten zum Zweck der Erfüllung der Kundenverträge mitgeteilt werden können, sind externe Dienstleister. Ansonsten geben wir ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung Daten, die einen Rückschluss auf Ihre Person zulassen, nur dann an sonstige Dritte weiter, wenn diesbezüglich eine gesetzliche Pflicht besteht.  
Aufgrund von zwingenden Rechtsvorschriften können wir damit unter bestimmten Voraussetzungen gezwungen sein, personenbezogene Daten an Ermittlungsbehörden weiterzugeben.”

Weiters wird die Datensicherheit der "unbekannten" Drittanbieter nicht garantiert:


“Für die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten sind nur die jeweils handelnden Stellen verantwortlich. Sareta S.r.l. ist für die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen durch diese Dritte entsprechend nicht verantwortlich.”

Warum ich auch auf diesem sehr techno-bürokratisch klingenden Punkt herumreite, liegt in der Werbung von SpyOFF VPN begründet. Diese suggeriert “absolute Anonymität” verschweigt aber, dass man zur Zusammenarbeit mit Behörden in Deutschland, Italien und den USA verpflichtet ist. Aber bei dem Thema Vertrauen und Privatsphäre gibt es keinen Spielraum zu deuten. Entweder kann man Anonymität bieten, oder eben nicht. Ein bisschen geht da nicht.

Persönliche Bankdaten werden bei SpyOFF gespeichert und sind auch mit vergangenen Aktivitäten verknüpfbar.

Fakt ist auch, dass die eigenen und sehr privaten Kontodaten oder Kreditkartendaten direkt bei SpyOFF gespeichert werden. Das ist mehr als unüblich, da Anbieter die den Schutz der Kunden zum Ziel haben, eigentlich diese Daten nicht selbst speichern, um keine nachvollziehbaren Verbindungen zwischen Aktivitäten und der Identität oder Identitätsdaten herstellen zu können. Eine behördliche Anfrage wird daher auch jeden Benutzer eindeutig identifizieren lassen inklusive seinem Aktivitätsprofil.

Das Problem mit den VPN-Verbindungsunterbrechungen

Technisch konnte ich im Test nachvollziehen, das bei kurzfristigen Verbindungsunterbrechungen das eigene Gerät auch mit der echten IP-Adresse Daten überträgt und damit ungeschützt und für den Benutzer ohne Vorwarnung, die eigene Identität preisgibt. Noch trügerischer ist es, da manchmal die VPN Verbindung sogar von selbst wieder wieder hergestellt wurde, und dadurch der Benutzer nicht einmal merken würde, dass er zwischenzeitlich ungeschützt war!

Das SpyOFF VPN Netzwerk

SpyOFF mietet virtuelle Server in 18 Ländern und nutzt diese als VPN-Zugangspunkte. Dabei wird die Authentifizierung auch zentral durchgeführt und damit alle Benutzerlogdaten auch zentral erhoben. Obwohl SpyOFF auf seiner Webseite schreibt, dass keine Daten “geloggt” werden, trifft dies offenbar nicht zu.

Server-Übertreibung in der Werbung?
Die mehr als 100 VPN-Server konnte ich in meinem Test nicht nachvollziehen, ich habe lediglich 28 verschiedene Server gefunden, auch wenn diese unter verschiedenen Domains und IP-Adressen erreichbar scheinen. Bei der Aussage mehr als 100 aktive Server zu betreiben, handelt es sich offenbar um eine deutliche Übertreibung.

Es werden PPTP und auch OpenVPN VPN Protokolle verwendet, wobei OpenVPN nur auf der eigenen Software für Windows angewendet wurde. PPTP hat leider den Nachteil, das es sehr einfach abzufangen ist, da man die Authentifizierung nur über Benutzername/Kennwort erledigt und es zwischen dem VPN-Servern und dem Benutzern keine Echtheitsüberprüfung ermöglicht. In diesem Punkt muss SpyOFF noch einiges anbieten um sicherzustellen, das man OpenVPN auch auf allen Geräten verwenden kann.

Kundenservice von SpyOFF

Wenn man dann etwas braucht oder eine Frage hat, dann gibt es für den Kunden ein Kontaktformular. Man kann auch in Deutsch schreiben! 

Das ist positiv, aber die Antworten sind in meinem Test auch eher ernüchternd und nicht individuell gewesen. Ob der Kundenservice wirklich kompetent ist konnten ich durch die standardisierten Antworten die ich erhalten haben leider nicht feststellen. Was mich aber störte, dass die Homepage viel zu wenig Hilfe bei dem Produktfragen gibt, oftmals könnte man sich ja den Kontakt zum Kundenservice sparen, wenn die Information leicht auffindbar wäre. In unserem Fall wollten wir die Software auf einem Windows XP Rechner installieren mit 64-bit und einer Festplattenverschlüsselung. Dies ging aber nicht und auch der Kundenservice konnte uns dabei nicht helfen. Eine "Neuinstallation" wie empfohlen worden, half natürlich nicht, da ja die installation schon abgebrochen war!

Preise von SpyOFF


Die Preise von SpyOFF hängen an der Bindungsdauer wobei der fällige Betrag im Voraus fällig wird. Es gibt jedoch praktisch nur zwei verschiedene Möglichkeiten. 1 Monat oder 12 Monate Bindung. Dabei gibt es dann noch eine PLUS Variante, die sich durch einen einmaligen Gratiszugang mit 1GB des Schwesternportales usenext.nl und Tipps per eBook unterscheidet. diesen fragwürdigen Mehrwert bietet SpyOFF für einen Aufpreis von knapp 50 Euro offenbar aber nur an, damit die Kunden denken, einen guten Preis für das mittlere Angebot erhalten zu haben.


  • 1 Monat "STARTER" um €9,99
  • 12 Monate "Premium" um €83,88
  • 12 Monate "PREMIUM PLUS" um €131,88


SpyOFF bietet zudem in manchen Werbungen einen Gratis Testzeitraum von 14 Tage, 3 Monate oder sogar 6 Monaten an. Allerdings geht das Unternehmen offenbar davon aus, das die Kunden nach einiger Zeit vergessen haben zu kündigen und dann einfach mit einer Jahresgebühr belastet werden. Der Kündigungsprozess ist zwar nicht extrem erschwert, aber auch nicht ganz einfach zu finden. Dazu schreibe ich noch einen Bericht.

Was ist enthalten?


  • Zugang zu den VPN Servern in 18 Ländern
  • Software für Windows
  • Unlimitierter Datenverbbrauch
  • Keine Zeitbegrenzung

Das aus meiner Sicht “fragwürdige PLUS Paket”, bietet zusätzlich:


  • Anonymen Support (Wozu, die eigenen Bankdaten liegen ja bereits bei SpyOFF)
  • 1 GB Datentransfer bei Usenext.nl
  • Tipps und Tricks wie man VPN ausreizen kann! (???)


Ich persönlich halte den Service in Anbetracht der Mängel die man sich auch kaum schönreden kann für völlig überteuert. Für einen faireren Preis gibt es bei den meisten mir bekannten Anbietern mehr Leistung und unbedingt auch mehr Sicherheit.

Meine preisliche Empfehlung für jeden der einen deutschsprachigen Anbieter bevorzugt: 

VyprVPN (zu meinem Testbericht)
100% schweizer Anbieter, in Deutsch, echte 500+ Server und viele Sicherheitsfunktionen die den Service wirklich sicher machen und das um nur €4 pro Monat! 

Link: VyprVPN


Mein Fazit zu SpyOFF:

Die Liste der offenkundigen Mängel ist länger als ich es bei jeden anderen Anbieter bis heute gesehen habe. 
Die Versprechen von “Datensicherheit” oder “Anonym im Internet” hält SpyOFF nicht ein, dazu kommen keine wirklichen Pluspunkte bei dem Netzwerk oder der Geschwindigkeit. 
In Summe ist SpyOFF für diese Leistung auch eindeutig zu teuer!

Link zu SPYOFF VPN



SpyOFF Alternativen VyprVPN PureVPN




Mein TIPP - VyprVPN völlig kostenlos, dauerhaft am Smartphone:

VyprVPN Test & kostenlos testen!



SpyOFF
1 stars - "SpyOFF kritischer Test" SpyOFF Bericht

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4 comments

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12/25/2015 delete

Kleiner Hinweis: Spyoff bietet sehr wohl auch das Protokoll OpenVPN an.
Und HideMyAss speichert definitiv Logfiles und ist auch verpflichtet bei Verdacht auf illegale Aktivitäten die über das VPN getätigt wurden, diese Logfiles rauszugeben. HideMyAss ist also auch nicht der Heilsbringer. Der (deutsche) Support beantwortet Fragen individuell. Als ich auf ein Problem hingewiesen habe, dass bei bestimmten Zeichen in den Benutzernamen entsteht, wurde mir geantwortet, dass das an die entsprechende IT Abteilung weitergegeben worden wäre. Ob das stimmt ist natürlich fraglich ;-) Aber es ist zumindest kein vorgefertigter Textbaustein.
Ansonsten stimme ich dem Artikel voll zu. Insbesondere den Anmerkungen zu den Preisen!! Das seh ich auch so!

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12/25/2015 delete

Das kann sein, wir haben die App vor ungefähr 3 Monaten getestetm damals konnte man nicht OpenVPN auswählen.

Ja HideMyAss speichert Logfiles. Haben auch den Sitz in GB. Wer Aonymität will ohne Logfiles, nimmt aus unserer Sicht VyprVPN oder Perfect-Privacy. Es gibt auch ein paar andere die keine Benutzungsdaten speichern, aber die mit den besten Werten sind die beiden angeführten.

Ja, SpyOFF ist eigentlich viel zu teuer! Im Vergleich mit Anbietern die Vertrauenswürdig sind und viel mehr bieten.

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3/18/2016 delete

SpyOff ist zu teuer? Ich bekomme bei VyprVPN ein Paket mit allen Protokollen ab 15 USD monatlich (vom Einstiegsmonat abgesehen) und ein vergleichbares bei SpyOff für 7 EUR (kostenloser Testmonat).

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3/18/2016 delete

Das stimmt NICHT!!!!

Bitte hier keine Falschmeldungen verbreiten, Werbung für das eigene Produkt machen oder Mitbewerber schlecht machen!

VyprVPN kostet derzeit:
Tarif BASIC für max. 2 Geräte €2.80/MOnat
Tarif PRO alle Protokolle/max 3 Geräte €4.00/Monat
Tarif PREMIER alle Protokolle/max 5 Geräte €4.80/Monat

Nachzulesen auf der Seite:
https:vpn-anbieter-vergleich-test.de/go2/vyprvpnbasic

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